Wie man im Urlaub mehr arbeiten kann als im Beruf

(gesendet am 7. July 2009)

Guten Morgen miteinander!

Da wir gerade beide bis zum Hals im Endspurt der Hochzeitsvorbereitungen stecken, gibt es nicht viel zu berichten über außergewöhnliche Vorfälle. Diese und ein paar neu gewonnene Lebensweisheiten lassen sich im Grunde genommen schon im einleitenden Absatz dieser Ausgabe der Heimatpost zusammenfassen und tiefgehend erörtern: Ich hab meinen floristischen Initiationsritus absolviert und kann nun Rosen putzen und Margariten. Im neuen Film von Sandra Bullock hat Melli vermeintlich Michael Jacksons Nase entdeckt. Bei Kirchenliederzetteln für eine Hochzeit empfiehlt es sich, den Laptop mit in die Druckerei zu nehmen, um eventuelle Vor-Ort-Änderungen vornehmen zu können, um zum Beispiel Schreibfehler an besonders haarigen Stellen auszubessern. Man sollte vorher nicht so viel essen, weil man sonst im Hochzeitsanzug nicht mehr schnaufen kann. Und es ist allgemein so viel Arbeit, daß ich nicht verstehen kann, wie es Leute gibt, die sich das mehrmals antun.

Prost Mahlzeit,

Euer Anderl

P.S.: Ach ja, noch eins, weils so schön ist: Der zeitliche Abstand zur Hochzeit ist indirekt proportional zur Vergesslichkeitsquote. Der gegenwärtige Zählerstand für ersteres beläuft sich laut http://marriage.informagic.org auf 4 Tage, 0 Stunden, 26 Minuten und 32 Sekunden. Was soviel bedeutet wie: Ich bin stolz auf mich, wenn ich am Samstag noch weiß, wie ich unterschreiben muß. Wohlgemerkt: Dieses Symptom trifft jeden, gell Marco?