Ostern in Lissabon, ca. 10 Grad kälter als in München

(gesendet am 13. April 2009)

Guten Morgen Ihr alle, und Frohe Ostern für Euch, die Ihr einen weiteren Feiertag geniessen dürft!

Ich bin wieder in der Arbeit, auch wenn ich momentan zugeben muss, überhaupt keine Lust zu haben. Ich bin echt froh, wenn dieser Monat vorbei ist: Bis Ende April steht noch ein Abgabetermin für ein Paper an, noch eine Hausaufgabe und eine 24-Stunden-Prüfung, und ausserdem soll mein Code möglichst bis letzte Woche laufen und der Algorithmus bewiesen sein... Nachdem Melli den vorigen Newsletter mit den Worten "wenn du was schreibst, klingt das immer so aufregend und toll, und dabei lässt du von sieben Tagen sechs schlechte weg" kommentiert hat, denk ich mir, ich kann Euch mal schildern, wie's hier wirklich abgeht.

Okay, was soll's, also zum besseren Teil der Woche. Am Gründonnerstag gab's abends ein Tischabendmahl in der Kirche, was ich bisher noch nicht erlebt hab. Das war ganz nett, mal mit den Leuten auch zu ratschen, die mich sonst immer nur fürs Trompetenspielen loben. (Und meine Forschung irre spannend und aufregend und toll finden. [Siehe obigen Absatz.]) Der Karfreitag war sehr ruhig, dafür hab ich dann am Karsamstag wieder geschwitzt; erst beim Aufräumen und Saubermachen, dann beim Schlangestehen im Supermarkt, und zu guter letzt beim Sightseeing mit Mernout zusammen. Und am Ostersonntag gabs dann für mich Schokolade zum Frühstück -- mit dem Ergebnis, dass mein Ansatz ein bisschen arg trocken war und deshalb beim Trompetenspielen in der Kirche der Händel nicht ganz so geperlt hat, wie er eigentlich sollte. Die Leute waren trotzdem glücklich und kaum jemand hat sich die Ohren zugehalten. (Ich hab versucht, den unsicheren Ansatz durch Lautstärke wettzumachen.) Und dann hab ich den Rest des Tages mehr oder weniger in Agonie verbracht, weil ich nach der Fastenzeit wohl Schokolade nicht mehr so vertrag. Oder vielleicht hab ich auch nur zuviel gegessen, was ich mir als Grund eher erhoffe.

So, das war mein Osterfest. Ich hoffe, Euch geht's allen gut und ihr habt viele Eier gefunden.

Liebe Grüsse und bis nächste Woche,

Euer Anderl-im-Stress