"Sse Tschörmänß aah kamming!"

(gesendet am 23. February 2009)

Guten Abend, Ihr alle!

Ich sitz gerade im Institut und warte darauf, daß die anderen vom Abendessen zurückkommen, damit wir weitermachen können. Und damit mir nicht langweilig wird, gibt's jetzt die Heimatpost für diese Woche. Über die letzte Woche. Wie jede Woche.

(Das spiegelt jetzt irgendwie meinen Geisteszustand wider, fürchte ich.)

Am Donnerstag hatte Pramod Geburtstag, was ganz toll war, denn da gab es wieder Essen, das Charu zubereitet hatte. Da könnte ich mich immer reinlegen, so gut ist das. Und die Süßigkeiten, die es danach gab, waren auch klasse: Irgendwas fritiertes, süßes, in Zuckersirup schwimmendes. :-)

Von wegen Süßigkeiten: Nämliche hab ich auch am Montag verteilt, mit der Begründung, daß ich der Melli keine geben konnte zum Valentinstag. Und deshalb meine Kollegen und Profs herhalten mußten. In Wirklichkeit handelte es sich natürlich um den Beginn einer Einschleim-Offensive meinerseits, vollkommen klar.

Noch was anderes zum Thema: Gerade kam António ins Büro, und hat gesehen, daß zwei auf ihren Schreibtischen Kekse herumliegen hatten, obwohl sie schon für heute heimgegangen sind. Und daraufhin meinte er, er wird diese Kekse nicht anlangen. So wie man Reis aufs Fensterbrett legt, in der Hoffnung, daß die Tauben daran eingehen, könnten ja diese Kekse für die Doktorväter bestimmt sein.

Freitags war das erste von unseren beiden Sonderkonzerten. Jeff Davis hat als Gast Vibraphon gespielt, und obwohl ich wegen Trompetenüberschusses nicht mitspielen konnte, war das Konzert echt klasse. Nachdem jetzt auch Mernout hier ist und bis Juli in Lissabon sein wird, hab ich ihn gleich mal mitgenommen ins Onda Jazz. Naja, jedenfalls war das Vibraphon klasse und die Show echt beeindruckend.

Tja, und dann ging's weiter damit, daß ich am Samstag kurz vor der Fastenzeit noch schnell einen Apfelkuchen gemacht und den dann fleißig verteilt habe, weil das Lob letzte Woche so gutgetan hat. *grins* Reiner Selbstzweck. Und seit gestern sind wir eben am Rotieren. Vormittags hab ich noch selbst vor mich hingebastelt, und am Sonntagnachmittag war dann die erste Besprechung mit den Leuten aus Deutschland. So gings dann heute auch weiter. Wobei ich mich schon frage, was die sich wohl denken: Es war vereinbart, um neun die nächste Besprechung zu haben, und bis zehn waren dann alle da bis auf die Profs, die dann um halb elf auch zur Verfügung standen. Mei, aber nach eineinhalb Jahren hier kann ich da nur die Schultern zucken und halt auf die Tatsache verweisen, daß wir hier in Portugal sind. Der Ausruf im Betreff ist übrigens Antónios Ankündigung der Aktivitäten dieser Woche, und er beruht auf einer Episode aus seiner vielzitierten Lieblingsserie Faulty Towers. :-)

Aber eins muß ich wirklich klarstellen: Ich beschwer mich nicht. Ich krieg mehr freie Tage, als mir eigentlich zustehen, und das auch noch unheimlich flexibel. Also ist der Sonntags- (und der morgige Feiertags-) Ausfall echt in Ordnung. Und den Faschingsumzug kann ich nächstes Jahr auch noch anschauen.

Sonst gibt's jetzt nicht allzuviel zu erzählen, höchstens, daß ich jetzt, nachdem der letzte Urlaub schon fast zwei Wochen her ist, den nächsten dringend nötig hätte. Aber geht's uns nicht allen so? ;-)

Cheerio, schönen Abend und bis nächsten Montag,

Euer Anderl