Der Frühling ist da -- jedenfalls in Lissabon

(gesendet am 16. February 2009)

Guten Morgen, Ihr alle!

Gestern hab ich so viel gewußt, was ich Euch heute schreiben wollte, und momentan ist das meiste wie weggeblasen. Mal sehen, wieviel ich noch zusammenkriege.

Ich fang am Besten mal mit dem Wetter an. Normalerweise ist sowas ja schon ein Zeichen dafür, daß jetzt ein Lückenfüller kommt, weil derjenige, der darüber spricht oder schreibt (also in diesem Fall ich) ansonsten nur noch die Möglichkeit hätte, gleich ganz aufzuhören. Allerdings ist das in diesem Fall nicht ganz zutreffend, weil das Wetter nämlich jetzt gerade wirklich bemerkenswert ist. Denn seit ungefähr vier Tagen ist hier in Lissabon Frühling! Die Sonne strahlt vom Himmel, über dem Fluß hängt wieder der Dunst, der wohl erst im Herbst wieder verschwinden wird, und tagsüber kommen wir auf angenehme knappe zwanzig Grad. Und obwohl ich Heimweh kriege, wenn ich mir das schneereiche Februarfoto auf meinem Alpenpanoramakalender anschaue, freu ich mich doch auch darüber, daß Dank der Sonneneinstrahlung die Glückshormonausschüttung wieder in die Gänge kommt, und die Kleidung nach dem Waschen wieder trocken wird.

So, jetzt wär das Wetter eigentlich wirklich zur Genüge abgehandelt, und trotzdem fällt mir das nicht mehr ein, was ich Euch schreiben wollte. Naja, dann werd ich mal zum Jammern übergehen. Und zwar ist es so, daß ja heute ein Abgabetermin für eine Publikation ist. Ich hab ja schon gehofft, das Ganze wenigstens einmal korrekturgelesen zurückzubekommen, was auch mit ein Grund dafür war, daß ich das vergangene Wochenende ziemlich viel vorm PC zugebracht habe in Erwartung einer entsprechenden eMail. Aber im Gegensatz zu dem Abgabetermin vor vier Wochen ist gar nichts passiert. Ein bißchen nervt mich das schon. Zumal am Freitag angekündigt wurde, daß die kommenden beiden Wochen enorm arbeitsintensiv werden. Ich hab manchmal echt keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll. Eigentlich sollte ich portugiesisch-entspannt einfach abwarten, was passiert, aber das kann ich einfach nicht.

Was Schönes gibt's allerdings auch zu vermelden. Und zwar hat erstens die Bigband-Saison endlich wieder begonnen, und zweitens war der gestrige Sonntag wirklich wunderbar, so mit der Zugfahrt nach Carcavelos raus und ganz viel Ratschen nach dem Gottesdienst. Zum absolut perfekten Wochenende hätte da eigentlich nur noch gefehlt, wenn wir den Valentinstag nicht getrennt hätten verbringen müssen. Allerdings kenne ich mehrere Leute, die in der gleichen Situation sind, und auch bezüglich dessen war der Austausch am Sonntagnachmittag ganz hilfreich. :-)

Eine schöne Woche wünsch ich Euch! Viele liebe Grüße,

Euer Andreas

P.S.: Und jetzt ist mir doch noch eingefallen, was ich loswerden wollte. Und zwar hab ich mich am Samstag nach reichlicher Pause in Bezug auf selbstgemachte Süßspeisen mal wieder daran gewagt, ebendiesem Handwerk nachzugehen. Dank Kathrins sofortiger Rezepthilfe habe ich ein Mousse au Chocolat in Angriff genommen. Und obwohl trotz mangelnder Übung Aussehen und Konsistenz ein breites Spektrum an Verbesserungsmöglichkeiten zuließen, ist es doch wenigstens vom Geschmack her bei mir und auch meinen Mitbewohnern auf tatkräftigen Zuspruch gestoßen. Was dann als weiteres Erfolgserlebnis das Wochenende weiter versüßt hat. ;-)