Kurzbericht von Nr. 3 der Inseltournee: Faial, Malta, GB und nun?

(gesendet am 29. September 2008)

Guten Morgen Ihr Lieben!

So, vergangene Woche war ich also in Southampton. Das liegt in England und darf gerne auch dort bleiben. ;-) Nach der Bigbandprobe am Dienstag hab ich noch den Koffer gepackt, so daß ich dann völlig übermüdet am Mittwochmorgen am Flughafen angekommen bin. Interessant war schon der klischeerfüllende Flug, denn beim Abstieg über London sind wir durch eine zwei Kilometer dicke Wolkendecke gestoßen. Die anschließende Busfahrt ist wenig erwähnenswert, und ich werd sie deswegen überspringen und die Geschichte am Busbahnhof in Southampton fortsetzen. Wo es geregnet hat. Naja, es war eigentlich eher eine geschlossene und eiskalte Wassermasse, die auf die Stadt herunterfiel, um uns endgültig zu zeigen, daß wir auf der Insel angekommen waren.

Von der zweitägigen Projektbesprechung gibt es nicht viel zu berichten. Wir haben den Zeitplan zweimal gesprengt mit den Marathonsitzungen, aber das war auch nötig. Am Freitag hatte ich eine Präsentation und prompt auch Lob von António dafür erhalten, was recht aufbauend war. Auch die privaten Gespräche über meine Promotion, die Forschung am Institut und auch über das Leben an sich waren enorm gut -- und, so wie ich das empfinde, auch nötig.

Essenstechnisch kann ich mich nicht beklagen. Das liegt daran, daß ich mir die Magenverstimmung schon mit der elenden Semmel im Flugzeug geholt habe, und diese Unterleibskrämpfe, da sie immer noch anhalten, mich vorsichtig haben werden lassen. Der andere Grund ist, daß es auch die Organisatoren angestrebt haben, uns nicht mit dem britischen Essen zu konfrontieren. Ich war in diesen vier Tagen dreimal beim Chinesen und das "offizielle" Abendessen war beim Inder. Zu mittag gab es eiskalte, ungetoastete Sandwiches, was wohl am nächsten an die berüchtigte Inselküche herankommt.

Schön war vor allem auch der Samstag, den ich mit António zusammen in London verbracht habe. Das Ziel war, Bücher einzukaufen, was uns beiden auch hervorragend gelungen ist. Jetzt hab ich wieder ein bißchen Lesestoff für die abendliche Freizeit. Und natürlich haben wir auch zumindest die Gegend um Picadilly Circus im Schnelldurchlauf angeschaut, als da wären Soho, Chinatown (Essen! *grins*), Westminster, Downing Street, das Parlament und Big Ben.

Im Gegensatz dazu hat sich der Sonntag in Lissabon recht unspektakulär gestaltet, und deshalb mach ich jetzt auch Schluß und schick Euch viele Grüße von ebendort!

Euer Anderl