Faial die zweite

(gesendet am 6. August 2008)

Griaß Eich, Ihr Lieben!

So, jetzt ist es Mittwoch geworden, bis ich schreibe, aber dafür gibt's einen einfachen Grund: Mein Laptop ist ein bisserl länger in Horta geblieben als ich, weil er für Versuche gebraucht wurde. Aber der Reihe nach:

Vom freien Sonntag auf Faial hab ich Euch ja schon geschrieben. Leider klappt das mit den Bildern jetzt doch nicht, weil ich das nicht mehr fertigbringe, die auf die Canon-Seite hochzuladen. Es wird echt Zeit, das Fotoalbum in meine Homepage zu integrieren. Ich werd mich nach meinem Urlaub darum kümmern; jetzt hab ich ja auch wirklich einen Anlaß dazu. :-)

Vom Montag an ist es dann mit diesen Horror-Arbeitstagen weitergegangen, mit dem Unterschied, dass ich am Mittwoch und am Freitag auch bei den Versuchen mit dabei war. Das hat so ausgesehen, daß der Katamaran (DelfimX) im Hafen von Horta zu Wasser gelassen und mit dem Schlauchboot in den Kanal zwischen den Inseln Faial und Pico geschleppt wurde. Die ganzen Leute, die gerade etwas auszuprobieren hatten, waren auf Águas Vivas, einem etwas größeren Schiff, das wie die Schlauchboote der Universität der Azoren gehört. Übrigens, wenn mal jemand von "RIB" spricht, und Euch das genauso unbekannt ist wie mir: Das steht schlicht und ergreifend für "rubber inflatable boat" und meint ein Schlauchboot.

Was wir ausprobiert haben, war das sogenannte "Vehicle Tracking", also ein Verhalten, das dem Katamaran ermöglicht, selbständig einem anderen Fahrzeug hinterherzufahren, in diesem Fall der Águas Vivas. ("Águas Vivas" ist übrigens der Name einer der giftigen Quallensorten von den Azoren.) Wegen Problemen mit der Funkverbindung hat das bis Freitag nicht geklappt; irgendwann war es dann zeitlich so knapp, dass ich mit ein paar anderen per Schlauchboot ans Ufer gefahren werden musste, um den Flieger noch zu erwischen. Und genau da hab ich dann den Laptop eben an Bord gelassen. Was sich als vernünftig herausgestellt hat, da nämlich kurz vor Abflug dann das Telefon klingelte mit der erfreulichen Nachricht, dass das Ganze endlich geklappt hat.

Mein Wochenende war danach wenig aufregend; ich war am Freitag um Mitternacht etwa im Bett und hab das am Samstag nur für ein, zwei Stunden verlassen, um zum Einkaufen zu gehen und etwas zu kochen. Der Sonntag war dann fast identisch, nur dass ich das Schlafen nachmittags an den Strand von Carcavelos verlegt habe. :-)

Meine Zusammenfassung: Es war fürchterlich anstrengend, und das sag ich ohne den Funken einer Übertreibung. Aber die Insel ist wunderschön und ich möchte dahin zurück und das auch genießen können.

So, nächste Woche gibt's nix von mir, weil ich da endlich meinen Urlaub habe. Nach der Pause meld ich mich zurück mit allem Möglichen und Unmöglichen. Wie immer halt. Viele liebe Grüße aus dem heißen Lissabon!

Euer Anderl