Eine volle Woche - zum Glück nicht nur mit Arbeit

(gesendet am 18. June 2008)

Guten Morgen Ihr alle!

Es tut mir leid, daß das momentan nicht so recht klappt mit dem pünktlichen Verschicken vom Newsletter am Montag. Aber ich steck im Moment bis über beide Ohren hinaus in der Arbeit. Das liegt daran, daß wir Ende Juli einen Robotertest auf den Azoren machen werden, und bis dahin alles fertig sein muß. Meine Aufgabe an dem großen Gesamtprojekt ist es, mich um die Pfadplanung für ein Go-To-Formation-Manöver zu kümmern, also etwas, was die einzelnen Roboter dazu bringen soll, vor dem eigentlichen Missionsbeginn die richtigen Stellungen einzunehmen. Und das ist im Zweidimensionalen und unter der Bedingung, daß sich die Pfade weder in Raum noch in Zeit zu nahe kommen dürfen, gar nicht so einfach als Algorithmus aufzuschreiben.

OK, aber jetzt lieber zu etwas über meine Woche. Letzte Woche waren hier in Lissabon nämlich zwei Feiertage: Am Dienstag der "Dia de Camões, de Portugal e das Comunidades Portuguesas" oder kurz "Dia de Portugal", und am Freitag "Santo António". Der erste ist der portugiesische Nationalfeiertag und der Todestag ihres großen Volksdichters Luís de Camões, und der zweite ist der Feiertag des Stadtheiligen von Lissabon, der halt im Großraum Lissabon gefeiert wird. Üblicherweise damit, daß am Vorabend des 13. Juni die Straßen, insbesondere in der Alfama, voll sind mit Leuten, die gegrillte Sardinen essen. *grins* So in etwa. Genaueres kann ich höchstens nächstes Jahr schreiben, weil ich nämlich beide Tage arbeitenderweise im Institut verbracht habe. :-(

Am Freitagabend haben mich Marisa und Ricardo spontan zum Abendessen eingeladen, und das war echt klasse. Wir hatten viel Spaß, und mit der ganzen Ratscherei ist es auch ziemlich spät geworden, so daß das frühe Aufstehen am Samstag echt kaum zu schaffen war.

Daß ich das doch noch hinbekommen habe, hat es mir dann ermöglicht, wie geplant Pramod und Arvind zu treffen, um dann mit ihnen und ihrer Sprachschulklasse einen Tagesausflug ins Alentejo zu machen. Wir haben die Pferde und Falken angeschaut in der Coudelaria Nacional in Alter do Chão, haben an der Igreja de Nossa Senhora da Penha mit Blick aufs Castelo de Vide mittaggegessen, dann die Burg besichtigt, und sind dann weitergefahren nach Marvão, wo wir ebenfalls die dortige Burg besichtigt haben und später mit einer Art Alentejano-Picknick den Tag haben ausklingen lassen. Fotos gibt es ganz viele, aber leider wieder nicht für Euch, denn der Kerl, der sich um die Reparatur meines Laptops kümmern sollte, handhabt das ziemlich willkürlich, so daß das Gerät halt immer noch in unbenutzbarem Zustand in der Tasche unter meinem Schreibtisch steht. Soviel dazu.

Gestern war wieder ein genialer Auftritt mit der Reunion Big Jazz Band im Onda Jazz Club! Ihr verpaßt da echt was... ;-)

Viele liebe Grüße aus Lissabon und diesmal hoffentlich bis Montag,

Euer Anderl