Jetzt bin ich dann urlaubsreif...

(gesendet am 10. March 2008)

Liebe Leute,

diesmal meld ich mich nach einer ziemlich arbeitsreichen Woche, in der diesmal auch das Wochenende richtig anstrengend war. Aber sowas muß es ja auch mal geben, damit man den Urlaub und die Wochenenden wieder richtig zu schätzen weiß, oder?

Seit letzter Woche sind wieder die PhD-Vorlesungen; diesmal hör ich eine über "Non-linear Control Systems". Bis jetzt geht's noch, aber es war ja auch erst eine Vorlesung.

Am Dienstag war das Abschieds-Teetrinken von der Sabine. Sie geht nach einem Jahr hier in Lissabon wieder zurück nach Deutschland, um das Studium fertig zu machen. Es war schön, nochmal ein bißchen zu ratschen. Hinterher, weil ich eh einen freien Abend hatte, hab ich dann der Eva noch geholfen, Plakate für den Osterbasar zu kleben, der dieses Wochenende im Salesiano war. Das ist eine riesige Veranstaltung von den beiden deutschen Gemeinden in Lissabon, die daraus einen Großteil ihrer Finanzierung bekommen. Schließlich können die in Portugal keine Steuern verlangen.

Das Fitneßstudio ist in der letzten Woche komplett zu kurz gekommen, was mich schon ziemlich ärgert. Ich werd in dieser Woche einfach alles ignorieren, was an Arbeit abends noch daherkommt. ;-) Am Donnerstag und am Freitag waren zwei Leute da von der TU Ilmenau, die in einem anderen EU-Projekt drinsitzen. Ich hab mir das auch angehört, was die zu sagen hatten, und so, wie es aussieht, bin ich jetzt wohl auch mit im Boot: Ich soll ein Interface programmieren, das die Missionsdaten einliest und in unser AUV (Autonomous Underwater Vehicle) einfüttert. Endlich mal was Leichtes! *grins*

Freitagabend war ich mit Ricardo und Marissa in dem Konzert des Tokyoter Kammerorchesters, das in der evangelischen Kirche gegeben wurde. Die waren echt nicht schlecht, die Leute! Tja, und das Wochenende selbst war dann davon geprägt, daß ich auf dem Osterbasar mitgeholfen habe; am Samstag erstmal, den Bücherstand aufzubauen (das waren sechs oder sieben Kubikmeter Bücher, die alle sortiert werden mußten!), und am Sonntag dann beim Verkauf. Und natürlich auch wieder beim Abbauen -- ich kann Euch sagen, man kriegt schon ziemlich trockene Hände, wenn man den ganzen Tag mit altem Papier zu tun hat. Und alt ist gar kein Ausruck; teilweise waren da echt Sachen dabei mit einem Alter von drei-, vierhundert Jahren! Ach ja, die Fahrt dorthin war auch nicht schlecht: Mit der Touristentrambahn zum Campo Ourique. Jetzt kenn ich das also auch. *grins*

So, ich muß mich jetzt auf den Weg zum Sprachkurs machen. Und heute abend blüht mir ein wunderbarer Kampf mit meinen unsortierten Papiermassen. Ich muß das vor den paar Tagen Osterurlaub unbedingt erledigen. Ich meld mich nächste Woche wieder zur gewohnten Zeit. ;-)

Liebe Grüße aus Lissabon,

Euer Anderl