Palavreado alemão

(gesendet am 21. January 2008)

Hi Ihr Lieben,

ein bißchen was war auch in der letzten Woche geboten, obwohl ich noch ziemlich gut beschäftigt war mit dem letzten Aufgabenblatt der Vorlesung über Dynamische Systeme und Optimierung. Naja, und weil die Hausaufgabe halt schon ein bisserl unverständlich war (vorsichtig ausgedrückt), hab ich gleich ein paarmal die Geduld von Prof. Lemos in Anspruch nehmen müssen. Aber der ist echt lieb und verliert die Geduld nicht, selbst wenn er einem etwas zum dritten Mal erklären muß. Und ich muß auch sagen, daß das jetzt die Hausaufgabe war, von der am meisten hängengeblieben ist bei mir.

OK. Genug über meine Problemchen. :-) Die einzige Kollegin hier im Team, Rita, hat das mitbekommen, daß ich Tropete spiele und noch immer auf der Suche nach einer Band zum Mitspielen bin, und mir vorgeschlagen, ob ich nicht beim Jazzchor vom Institut mitmachen möchte. "Claro" hab ich gesagt, nur hat das letzte Woche wegen den Hausaufgaben halt noch nicht geklappt. Und jetzt ist sie gerade krankgeschrieben. Sobald sie wieder da ist, werd ich da mal mitschauen.

Am Mittwoch ist dann ein Brief aus der Heimat eingetrudelt, über den ich mich wahnsinnig gefreut hab. Ich bin mal so frei und schick hier der SMD-Freising ein virtuelles Winken. :-)

Musiktechnisch vorwärts geht es auch in der Kirche, wo mich am Sonntag die Carina angesprochen hat. Vermutlich am kommenden Samstag werden wir mal ein bißchen herumexperimentieren, um zu sehen, wie sich Jazzimprovisation mit Flügelhorn und Orgel anhört. Man darf gespannt sein...

Am Wochenende war schon wieder die Mama meiner Mitbewohner da, natürlich zusammen mit dem Pudel. OK, mehr sag ich nicht, sonst muß ich mich bloß ärgern. Die Abwesenheit genannter Personen am Samstagnachmittag hab ich dazu genutzt, einen Nagel in die bis dato jungfräuliche Wand meiner Bude zu hämmern, um einen Zugspitzpanoramafotokalender aufzuhängen, den ich zu Weihnachten bekommen hab (Hallo Susanne!). Naja, irgendwann hab ich das machen müssen. Bis jetzt hat sich noch keiner beschwert. Wird eh mal Zeit, daß einer den Portugiesen zeigt, wie man die landesüblichen kahlen Wohnungen ein bisserl freundlicher gestaltet!

So, ansonsten war das einzig sonst noch Herausragende ein Mittagessen a la Terence Hill am Sonntag: Es gab Bohnen mit Knoblauch. Ganze elf Zehen, um genau zu sein. *grins*

OK, das war's wieder für diese Woche. Mehr gibt's in acht Tagen zu lesen. (Die Formulierung gibt's in Portugal interessanterweise übrigens auch: Die sagen auch oito dias, wenn sie eine Woche meinen. Und noch dazu sagen sie quinze dias, wenn sie zwei Wochen meinen.)

Ciao e até à próxima,

Euer Anderl

P.S.: Einen Verweis auf die Temperaturen hier spar ich mir diese Woche, weil's Euch auch recht gut geht, glaub ich. Allerdings hab ich erfahren, daß zwar jetzt die Tage länger sind als in Deutschland, sie aber im Sommer kürzer sein werden. Da hätt ich aber auch selber draufkommen können -- wir sind so um die 900 Kilometer näher am Äquator hier als München. :-)