A guads neis!

(gesendet am 12. January 2010)

Meine Damen, meine Herren,

Herzlich willkommen zur ersten Ausgabe der Heimatpost im neuen Jahr! Diverse Anfragen, wann denn diese zu erwarten sei, hat es schon gegeben, worüber ich mich sehr gefreut hab! Ich hoffe, Euch geht's allen gut, und Ihr seid nicht zu schnell hinübergerutscht, um noch bremsen zu können, falls nötig. Wir sind mittlerweile wieder in Lissabon zurück und haben gerade erfolgreich den zweiten Arbeitstag der zweiten Arbeitswoche zu Ende gebracht, was mir als würdiges Ereignis erscheint, das Schreiben wieder aufzunehmen.

Was das angeht, kann ich eh nicht genug Übung bekommen momentan, da nach wie vor die Abgabetermine anstehen. Den für das Abschlußprojekt der Advanced Robotics-Vorlesung konnte ich um eine Woche verschieben, aber am Freitag blüht trotzdem noch das Paper für die Oceans 2010 in Sydney. Allerdings glaube ich fast, daß ich mir Australien wohl abschminken kann, weil ich nicht genügend Forschungsergebnisse hab, um was wirklich Neues dort einzureichen. Nächsten Freitag ist dann das Projekt fällig, von dem ich hoffe, daß daraus auch eine Publikation wird, und natürlich das Paper für die IAV 2010 in Lecce, Italien. Entsprechend hektisch geht's momentan auch zu, aber das ist nur gut so.

Außerdem werde ich wohl nach dem Paper mein bisheriges Pfadplanungszeugs unter den Teppich kehren und mit einem anderen Ansatz von vorne beginnen. Mir erscheint das immer mehr als einzig sinnvoller Weg, um Ergebnisse zu bekommen. Ihr dürft mir gern die Daumen drücken, daß das klappt. Aber mit John Hauser steht mir auch äußerst kompetente Hilfe zur Seite.

Soviel dazu. Unseren Winterurlaub haben wir damit verbracht, in der Gegend herumzureisen und uns darüber zu freuen, daß der Schnee so schön fällt und es so schön kalt ist. Wir haben die überfrierende Nässe auf den Straßen bestaunt und uns darüber gewundert, wie man sich über das schöne Weiß ärgern kann. Tja, das ist der Vorteil davon, wenn man den Winter nur aus dem Urlaub kennt. ;-)

Damit ich aber entrüsteten eMail-Antworten dieses Mal vorbeuge: Gefühlt ist es hier kälter als bei Euch. Es hat zwar schon seine 12, 13 Grad draußen, aber dafür regnet es die ganze Zeit, die Fenster haben kein Isolierglas, und unsere Wohnung keine Zentralheizung. Das macht das Füllen der Wärmflasche zur bereits liebgewonnenen allabendlichen Routine.

Ein paar Fotos gibt's auch von unserem Urlaub, und zwar unter [ http://www.informagic.org/Modules/Articles/ShowArticle.aspx?ID=50 ]. Dort seht Ihr, wie wir Silvester gefeiert haben, den Unterschied zwischen Stalagmiten und Stalagtiten beigebracht bekamen, und wie Melli fast von einem Hai verschluckt worden wäre. (Da sie diesem aber in ihrer Eigenschaft als ausgebildete medizinische Fachkraft entgegentrat, hat er nochmal ein Auge zu- und den Kiefer aufgedrückt, so daß sie ihn ohne Gefahr mit den Haaren an den Bronchien kitzeln konnte.)

In einer halben Stunde machen wir uns dann auf den Weg zum Tanzkurs, den wir auch schon wieder mit vollem Elan begonnen haben. Genauso wie die regelmäßigen Besuche im Fitneßstudio übrigens, denen wir dank der Platzerl- und Schweinsbratenkur an Weihnachten mit überaus großen Erwartungen gegenüberstehen.

In diesem Sinne recht viele Grüße und ein gutes neues Jahr,

Euer Anderl